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Der Pfad des Drachen Kannst Du mehr über die YezidiWurzeln von Dragon Rouge erzählen Wie kamst Du mit den YezidiMeistern in Kontakt und auf welche Weise haben sie das Gedankengut von Dragon Rouge beeinflusst? Thomas Karlsson: Die sogenannten teufelsanbetenden Yezidis aus Kurdistan sind eine mehr oder weniger geschlossene religiöse Tradition. Trotzdem gibt es einige wenige von außerhalb dieses Kreises, welche in die Gilde der yezidischen Magie initiiert wurden. Es gab eine kleine schwedische Gruppe, die in die Yezidi-Tradition eingeweiht wurde und welche mit ihren Schriften und Ideen Dragon Rouge miterschufen. Von ihnen bekamen wir die heiligen Schriften der Yezidis und ebenso sehr viel Material, welches streng genommen nicht zum yezidischen gezählt werden kann, wie z.B. sumerische Arbeiten mit der Feuerschlange und die yezidischen Verbindungen mit der Kraft namens Vril usw. Es ist ganz wichtig zu erwähnen, dass Dragon Rouge keine religiöse Gruppe ist. Wir sind keine Yezidis. Wir haben nichts zu tun mit all den religiösen Gesetzen und Traditionen der Yezidis. Aber tatsächlich gibt es einige ethnische Yezidis, die ihr Interesse an Dragon Rouge gezeigt haben. In Dragon Rouge studieren wir vom dritten Grad der Initiation an Samael 3,0° die esoterischen Aspekte der Yezidi, der mit den qliphothischen und goetischen Daemonen AdraMelek und dem yezidischen Pfauen Engel MelekTaos korrespondiert. Wir betrachten die heiligen Bücher der Yezidi wie das Kitáb al-Jilwaf oder das Mas'haf Rish aus einer okkulten Perspektive. Bitte erläutere das yezidische Konzept ... Shaitan und Melek Tau ... Thomas Karlsson: Kurz gesagt, Shaitan und Melek Taus sind ein und dieselbe Kraft. Er ist einer der sieben Engel, die mit den sieben Phasen der alchemistischen Transmutation und den sieben Planeten korrespondieren. Shaitan ist natürlich identisch mit dem jüdisch-christlichen Satan, der Widersacher, der notwendigen Antithese zur Schöpfung. Nach der Lehre der Yezidis gibt es keinen Konflikt zwischen Gott und Shaitan, aber Shaitan ist die in diesem Aeon herrschende Kraft und er ist auch der Patron der Yezidi und der Adepten der Nachtseite. Er wird symbolisiert durch die Schlange und durch den stolzen, allessehenden Pfau. In der Gestalt des Pfaus trägt Shaitan den Namen MelekTaus. Kenneth Grant und Maggie Ingalls könnte man als Initiatoren der Wiederbelebung der drakonischen Tradition betrachten. Gab es jemals Kontakt zwischen Dragon Rouge und dem Typhonian OTO? Thomas Karlsson: Kenneth Grant, Maggie Ingalls und andere Vertreter der typhonischen Strömung des OTO sind Pioniere der drakonischen bzw. typhonischen Tradition; zumindest was die Subkultur des modernen westlichen Okkulten angeht. Selbst der Temple of Set in den USA arbeitet mit dieser Tradition, wenn sie alles auch sicherlich von einer anderen Warte aus betrachten. Ich halte es aber für wichtig, hinter all der okkulten Undergrounderfahrung auch das weltweite Aufsteigen der drakonischen Tradition zu sehen. Die Rückkehr des Heidentums, die häufige Verwendung von KundaliniYoga, die zunehmende akademische Akzeptanz der Leylinien und Erdkräfte. All diese Dinge sind Beispiele für die Wiederbelebung der drakonischen Tradition. In Dragon Rouge respektieren wir Grant, Ingalls, Don web und andere. Wir hatten Kontakt mit einigen Personen von verschiedenen typhonischen Gruppen, aber der Fokus unserer Arbeit liegt darin, neue Perspektiven und Ansichten außerhalb der modernen okkulten Subkultur zu finden. Neue Impulse in der Magie wurzeln heutzutage selten im klassischen westlichen Okkultismus, sondern werden vielmehr durch das weltweit erwachte Heidentum gegeben. Von den klassischen magischen Orden scheint nur der Typhonische OTO sich ein gewisses Maß an Kreativität bewahrt zu haben, was sich in der Arbeit von Protagonisten wie Michael Staley oder Linda Fiorentino wiederspiegelt. Betrachtet Ihr deren Arbeiten als den Euren ähnlich? Christofer Johnsson: Von all den bekannten magischen Orden sind sie dem unseren am nächsten, aber generell würde ich sagen, dass sie mehr theoretisch interessiert sind als Dragon Rouge. Wir legen mehr Wert auf das Durchführen der Magie. Wir empfehlen die Bücher von Kenneth Grant, aber in erster Linie zur intellektuellen Stimulation. Wie wird sich Deiner Meinung nach die Magie entwickeln? Ich erinnere mich noch an die späten 80er, in denen der IOT aufgrund seiner futuristisch angehauchten Riten z.B. Rituale, bei denen die Mitglieder via Modem in Verbindung standen als avantgardistische Elite galt. Sie haben ein neues Zeitalter der Magick proklamiert, aber ironischerweise nehmen die meisten neuen Magier die alten traditionellen Pfade wieder auf und setzen sie fort. Selbst viele Vertreter der Chaosbewegung haben die Avantgarde verlassen um sich der Tradition anzuschließen auch wenn Carrolls Schriften noch immer höchst respektiert werden. Christofer Johnsson: Ich glaube es wird immer Leute geben, die den mystischen Schleier benötigen, der die alten traditionellen Wege umgibt und der ihnen hilft, sich in die richtige Stimmung für magische Arbeiten zu versetzen. Ich persönlich schätze diese Art von Atmosphäre auch zu bestimmten Gelegenheiten, aber generell bin ich mehr daran interessiert, moderne Methoden zu erschaffen. Viele der alten Methoden sind schlicht und einfach zu kompliziert und unnötig es gibt einfachere Methoden, die zu gleichen Ergebnissen führen. Ich hoffe, es wird möglich sein, sich aus dem alten Traditionen die Perlen herauszupicken und gleichzeitig dabei fähig sein, etwas neues zu erschaffen. Jemand muß das Große Werk fortsetzen und nach vorne schauen und Dragon Rouge arbeitet hart daran, um zu den Innovatoren unserer magischen Generationen zu zählen. Ich würde gern glauben, dass der vorherrschende Weg in der Zukunft sein wird. Ein häufig in Dragon Rouge verwendetes Symbol ist der Clavicula Nox... Thomas Karlsson: Der Clavicula Nox ist eines der zentralen Symbole von Dragon Rouge. Es ist ein atlantisches Symbol und kann kurz als Dreizack in Verbindung mit einem Kreis gesehen werden. Der Dreizack symbolisiert das Unbewusste und der Kreis das Bewusste. Die Bedeutung des Symbols ist daher das Aufsteigen des Unbewussten zum Bewussten. Das ist die psychologische Bedeutung der Mythen von Atlantis. Der Gott von Atlantis war Neptun und sein Symbol war der Dreizack. Der Dreizack ist ebenso das Zeichen von Gottheiten wie Shiva oder dem Teufel selbst. Neptun, Shiva und Satan sind alles Symbole der Unterseite, der dunklen Seite der Existenz. Auch stellt der Clavicula Nox die Quintessenz dar, das fünfte Element oder den Geist. Im Inneren des Clavicula findet man numerologische Korrespondenzen. Das Symbol zeigt auch die Zeichen der männlichen und weiblichen Elemente und ist somit eine tantrische Darstellung der Vereinigung von Mann und Frau als Mittel zur Erweckung der Drachenkraft. Der Clavicula Nox ist ein astraler Schlüssel, der die Pforten zu einer Vielzahl von Erfahrungen zu öffnen vermag. Diese Erfahrungen sind sehr fortgeschritten und wir arbeiten mit ihnen vom fünften Grad der lnitiation an Thagirion 5,0°. Diese Erfahrungen basieren auf der Lehre der EnergieLinien und einer Art von Schwarzen Löchern, in denen es ein Vakuum im Raum-ZeitKontinuum gibt. Diese nennt man Xon-Tore und das Symbol ist eine Karte um diese Tore zu finden. Darum ist der Clavicula Nox ein Schlüssel. Es ist der Schlüssel der Nacht Nox des Geistes, das Tor von Xon. Eine Frage zur Definition astraler Realitäten. DR arbeitet mit den Qliphoth. Betrachtest Du diese als real existierende Welten außerhalb von uns oder siehst Du sie als Innere Welten von uns selbst ? Wenn Du in diese Welten projizierst, hast Du den Eindruck, daß Du Dich auf einer kollektiven Ebene befindest oder bereist Du "nur" das eigene Tobias Tjarnbrö: Ich glaube, dass wir eine innere Sphäre äußerer Natur betreten. Wenn Du eine Position jenseits des Zentrums erreicht hast, expandiert alles hin auf eine kollektive Ebene. Ich bin keiner Meister der Astralprojektion oder der "astralen Wissenschaften", aber ich hatte Erfahrungen, die mehr oder weniger kollektiver Natur waren. Ich hatte beispielsweise einen Luziden Traum, nachdem ich mit Tommie und Thomas magisch arbeitete. Beide konnten diesen später bestätigen. Ich denke aber, in diesem Fall haben wir zum Teil etwas unterschiedliches erfahren, aufgrund verschiedener Systeme symbolischer Interpretation, es ist also zum Teil individuell und zum Teil kollektiv. Wenn die Seelen sich auf den inneren Ebenen begegnen, wird alles durch ihre individuelle Wahrnehmung gefärbt. In anderen luziden Träumen von mehr habe ich die Erfahrung gemacht, dass das Unterbewußtsein auszutricksen versucht und ein Gefühl des "Äußeren" suggestiert dass jenseits unserer Kontrolle ist. Christofer, eine Deiner bevorzugten okkulten Disziplinen scheint die Astralprojektion zu sein. Wie definierst Du diesen Vorgang ? Betrachtest Du das "Aufsteigen auf die Ebenen" als eine Reise in eine kollektive Welt oder als eine Reise in das eigene Unterbewusstsein? Christofer Johnsson: Wir respektieren beide Methoden und erachten das Resultat als das Wichtigste. Ich glaube aber auch, daß die meisten Die klassische Intention der Alchemie ist die Verwandlung von Stein in Gold. Ihr proklamiert den Prozess der geistigen Alchemie, die Verwandlung der Kohle - das Herz zum Diamanten. ("Der Orden des Thomas Karlsson: Wir betrachten die Alchemie als drakonische Tradition. Es ist eine alte ägyptische Wissenschaft die nach Europa durch die Araber und die frühen SufiMystiker gelangte. Das Wort entstammt dem alten Begriff für Ägypten, Khem, der "Schwarz" bedeutet und der sich auf die schwarze Erde bzw. den Schlamm des Nils bezieht. Tatsächlich ging es der alten ägyptischen Alchemie nicht darum, Dinge in Gold zu verwandeln. Das Ziel war ein Prozess namens "Khemeia" oder die Vorbereitung des Schwarzen Erzes oder die Vorbereitung des Schwarzen Diamanten. Dahinter steckte die Vorstellung, daß die schwarze Erde der spirituelle und vitale Fundament des Königreiches war. Die Erde war die Grundlage des Lebens im alten Ägypten. Wenn man die Kräfte der Schwarzen Erde einem einzelnen Objekt isolieren könnte, würde dieses Objekt alle vitalen und spirituellen Elemente in sich tragen und ihren Träger unsterblich machen. Dieses Objekt war der Schwarze Diamant oder das Schwarze Erz, auch bekannt als der Stein der Weisen. Die spirituelle Alchemie der drakonischen Tradition arbeitet insbesondere mit diesem Aspekten der Alchemie. Das Ziel ist eine Transmutation der Grundlagen des Lebens. Die ursprüngliche Kohle wird geformt zum edlen Diamanten. Die stufen dieses Prozesses sind die 11 Phasen der qliphothischen Einweihung. Das Ziel der drakonischen Tradition ist das Erreichen der spirituellen Perfektion, die durch den Schwarzen Diamanten symbolisiert wird. Das lateinische Name dessen ist Adamas Ater - AA-, was numerologisch mit der Zahl 11 korrespondiert. Wir arbeiten aber auch mit den Symbolen der europäischen Alchemie. Die Bilder der Alchemie verdeutlichen uns, dass die Alchemie auf den gleichen Grundlagen wie z.B. Tantra oder dem östliche Wissen um die Kundalini basiert. Eine sehr interessante Sache, die wir unseren Adepten bewusst machen wollen, ist dass die lnitiation von Odin in direkter Verbindung mit der Alchemie und der qliphothischen Einweihung steht. Aber um die Frage direkt zu beantworten: Ich denke nicht, dass es Unterschiede gibt. Alchemie, wie z.B. Tantra, ist drakonische Magick und umgekehrt. Der Mythos von Cheperas Abstieg in die Unterwelt von Amenti wird interpretiert als eine Beschreibung der Reinkarnation und als Pfad der Gottwerdung durch die Kraft des eigenen Willens Gottgleich sein ist das etwas, war Menschen jemals erreichen können? Was unterscheidet den gottgleichen Menschen vom Normalen ? Oder ist dieser Prozess rein symbolischer Natur, wie in so vielen anderen Gruppen? Thomas Karlsson: Die Frage nach der Möglichkeit der Gottwerdung ist abhängig von der Definition des Gottesbegriffes. In Dragon Rouge unterscheiden wir zwischen einem Gott und einem Menschen durch ein vorbestimmtes Leben und dem Leben eines freien Willens. Es ist eine alte und wahrscheinlich ewige Diskussion, ob der Mensch über einen freien Willen verfügt oder ob unser Leben und all unsere Handlungen vorbestimmt sind. Die meisten von uns haben ein Gefühl des freien Willens, aber wenn wir die Gründe für unsere Handlungen und Reaktionen untersuchen, erkennen wir, dass sie alle Produkte der Vergangenheit sind. Dann scheint es, als sei unser Leben vorherbestimmt und die Idee des freien Willens eine Illusion. Wenn dies tatsächlich wahr wäre, könnten wir dann für irgend etwas verantwortlich sein? Konsequenterweise nicht. Wir sind Kreationen der Vergangenheit und unser Leben liegt in den Händen von Gott oder den Göttern. Gott oder die Götter sind verantwortlich für unser Leben, denn sie haben einen freien Willen sie erschaffen das Leben und die Handlungen. In diesem Kontext ist die Definition eines Gottes abhängig vom Besitz des freien Willens und der Fähigkeit, Handlungen zu vollziehen. Das Leben des Menschen ist vorherbestimmt, er ist gebunden durch die Kräfte der Vergangenheit und durch Mächte, die außerhalb von ihm selbst hegen. Durch die alchemistische Verwandlung kann der Mensch zu einem Gott werden. Das ist die alte alchemistische Formel "Wandle dich von der Schöpfung zum Schöpfer". Und das ist es, was die Schlange dem Menschen im Garten von Eden anbot oder was Chepera tat, als er die Unterwelt von Amenti betrat: "Zu sterben und als sein eigener Sohn wiedergeboren werden", "jener zu werden, der sich selbst erschaffen hat" so sagt es Chepera im Totenbuch der Ägypter. Es ist ein gefährlicher und gewaltiger Schritt für den Menschen, denn das Gottsein, das Schöpfertum und der freie Wille gehen einher mit der absoluten Verantwortung. Du stehst ganz allein und kannst niemandem außer Dir selbst die Schuld geben. In dieser Diskussion ist es wichtig, sich an die Worte von Friedrich Nietzsche zu erinnern, der sagte, dass die Schöpfung kein Akt der Vergangenheit ist, sondern sich in jedem Moment vollzieht, in der Gegenwart. In diesem Prozess sind die meisten Menschen Schöpfungen, aber der Übermensch oder der Gottmensch ist der Schöpfer. In Dragon Rouge ist dies nicht symbolisch zusehen wie in den meisten Okkulten Gruppen. Es ist Realität mit der wir durch unser alchemistisches System arbeiten. Die Antwort auf Deine Frage ist also: Ja, der Mensch kann werden wie Gott, aber es ist äußerst selten! Christofer, kannst Du etwas zu Deinem Buch "Mörkrets Stig" ("Der dunkle Pfad") sagen? Ist es ein allgemeines Werk über Magick oder behandelt es ausschließlich die Lehren von Dragon Rouge? Christofer Johnsson: "Ich hatte dabei den Initiationskurs von Dragon Rouge im Kopf, es sollte aber auch ein einführendes Buch für Interessierte sein, das sich mit den Grundlagen der Magick beschäftigt. Es beschreibt kurz eine Vielzahl von okkulten Traditionen und erläutert die magische Welt und das ihr zugehörige Denken (zumindest so, wie ich es sehe). Es gab ein solches Buch einfach noch nicht in Schwedisch und daher dachte ich, könnte es nützlich sein. Tobias, Du hast am Seminar über den "Dragon Noire" teilgenommen. Kannst Du mehr darüber erzählen? Tobias Tjärnbro: Le Dragon Noire ist die AntiThese von Dragon Rouge, dem Roten Drachen. Das Seminar behandelte das Thema Tod und wir haben intensive Ritualarbeiten über unser aller Todes-Selbst verrichtet, die Begegnung mit dem Schatten, Vorträge über die Qliphoth, die Schwarze Schlange als Schatten der Kundalini etc. Für mich waren es zwei Tage des extremen Vergnügens, denn ich liebe es mit Thanatos zu arbeiten es gibt mir Frieden, und der Schwarze Drache löst all meine Sorgen über das Leben auf. Man schätzt das Leben niemals mehr als in jenen Augenblicken, in denen man den Handschlag von Onkel Tod spürt. Manchen war es unangenehm über ihren eigenen Tod zu meditieren, was sicherlich eine Überraschung ist, wenn man tiefer in die Mysterien des linkshändigen Pfades eintritt. Aber das zeigt nur, wie viel Energie mit diesem Dämonen verbunden ist wir müssen den Dämonen in einen wahren Daemon wandeln. Für mich ist der Tod eine gewaltige transformierende Quelle, ohne jegliche Vorurteile, hehe. Dragon Noire ist die Kraft, die bestehende Strukturen auflöst um sie in neue Strukturen einzubinden Nun, ich will Dich nicht länger mit Klischees über das Verhältnis zwischen Leben und Tod langweilen. Für jene mit einem entwickelten NeoKortex ist es sowieso ganz einfach: Wenn wir sterben, fliegen wir auf oktarinen Besen zum Sirius und werden als Delphine wiedergeboren... Wenn man einen Blick auf Eure Riten wirft, fällt augenblicklich die große Anzahl an "Dämonen" auf, die beiden Christen keinen Zweifel daran lassen werden, dass Ihr ein satanischer Orden seid: Leviathan, Seth, Baal, Shaitan. Die ketzerische geflügelte Schlange ist immer anwesend. Verfolgt man die Spur dieser Dämonen, wird man auf das archaische und unbefleckte Symbol des Drachen stoßen, allerdings riskiert ihr damit auch extreme Missverständnisse. Oder ist das Euer Ziel? Bestehende Kreise zu zerbrechen... Thomas Karlsson: Die Dämonen sind Prinzipien des Chaos und manche der qliphothischen Dämonen repräsentieren Phasen der Initiation in die unbegrenzte Macht des Drachen, des Chaos. Die Dämonen sind lebende Prinzipien, welche die erschreckenden Masken unserer kulturellen und religiösen Tabus, unserer Ängste und Vorurteile tragen. Als ein Adept der Nachtseite müssen wir den verbotenen Bereich der religiösen Tabus beschreiten. Tatsächlich sind diese Tabuzonen die Bereiche des Göttlichen, eben darum sind sie verboten. Im Buch von Henoch wird erzählt, dass es die Sünde der gefallenen Engel war, dem Menschen die Geheimnisse des Himmels zu berichten! Die Dämonen sind Prinzipien der Befreiung von der Schöpfung und dem vorherbestimmten Leben hin zu einem freien Willen und der Verwandlung zum Schöpfer. Das hat nichts mit Satanisrnus oder Teufelsanbetung zu tun. Das ist weder ein philosophisches oder religiöses System. Es ist eine Methode. Wenn die Leute uns als Satanisten oder sonst etwas bezeichnen, dann nur weil die alten archaischen Symbole als Spiegel für die Ängste und Vorurteile der Menschen dienen. Kürzlich überflog ich mal wieder Crowleys "Die Vision und die Stimme", seine enochische Anrufung der 30. Aethyre. Enochische Magie wird als eines der mächtigsten Magiesysteme beschrieben, allerdings scheinen nur wenige Okkultisten wirklich damit zu arbeiten. Inwieweit spielt die enochische Magie bei DR eine Rolle und was haltet ihr von dem dieser Magie zugrundeliegenden Konzept der "Engel"? Thomas Karlsson: In Dragon Rouge arbeiten wir insbesondere mit der Henochischen Magie, die auf dem Buch von Enoch basiert. Manchmal nennt man es "Die Magie von Samyaza" oder in seiner yezidischen Form heißt es "Magick von Azazil". Es ist ein System zur Kommunikation mit den gefallenen Engeln. Das berühmteste System der enochischen Magie ist natürlich die von John Dee und Edward Kelley. Wir haben viele Experimente mit dieser Magie gemacht, aber sie ist nicht Bestandteil des lnitiationssystems des Ordens. Es gibt eine kleine Gruppe innerhalb von Dragon Rouge, die sich mit der enochischen Magie von Dee beschäftigt. Es gibt qliphothische und apokalyptische Aspekte in Dees Magie die auch während der Sonnenfinsternis 1999 verwendet wurden. In den mir bekannten Schriften von Dragon Rouge findet Austin Osman Spare nicht sonderlich viel Beachtung, was mich sehr überrascht hat, da er als Prophet der Drakonischen Kulte betrachtet werden kann und er natürlich auch eine der fundamentalen Quellen der Inspiration für Kenneth Grant war. Benutzt ihr seine Zauberei oder Sigillenmagie? Christofer Johnsson: Manche tun das, aber ich weiß auch nicht genau, warum in unseren Publikationen so wenig über ihn gesprochen wird. Möglicherweise wird sich das in der Zukunft ändern Um ehrlich zu sein, habe ich selbst aber nichts von ihm wirklich gelesen, von einigen In der letzten Nacht des letzten Jahrtausends feierte Dragon Rouge 10jähriges Bestehen. Gab es eine besondere Aktivität der Mutterloge zu diesem Anlass? Tobias Tjärnbro: Für den Gang in das futuristische und ach so bedeutende Jahr 2000 arrangierten wir eine Reise zur Insel Gotland. Die Magier müssen eine hervorragende Zeit gehabt haben, denn ich war nicht unter ihnen. Mir ist daher nicht bekannt, welche Rituale dort Betrachtet man Eure Runenarbeit, so wird sehr schnell deutlich, dass Guido List Euch beeinflusst hat. Ich persönlich empfinde seine Schriften sowohl vom historischen als auch vom magisch / okkulten Aspekt her als wertlos. Warum schenkt ihr ihm soviel Beachtung? Thomas Karlsson: Die Runen sind nicht nur ein historisches Alphabet, das man auf Runenstein usw. finden kann. Die Runen sind magische Zeichen, die mit den Prinzipien im Geist des Magiers korrespondieren. Das Wort "runa" bedeutet Geheimnis oder Arkana. Es ist ein weitläufiges Missverständnis, dass jene Runen, die im Havamal der Edda Odin offenbart werden, die gleichen sind wie jene auf den Runensteinen. Die Runenreihen haben verschiedene Anzahlen von Runen. Manche 16, manche 24, andere 33. Odin wurden 18 Runen offenbart und diese waren wahrscheinlich keine Schriftzeichen, sondern magische Zeichen. An der Runenreihe von List ist interessant, dass er seine Runen mit den 18 Runen von Odin kombiniert. Natürlich gibt es auch eine Menge Unsinn im Werk von List und seine historischen Ausflüge sind äußerst unhistorisch, aber als runischer Innovator ist er noch immer interessant. Was ihn auch interessant macht, ist seine Rolle in der Runischen Renaissance, die man heute weltweit beobachten kann. Diese Renaissance begann in Schweden in der Phase des "storgoticism" der großen Gotik - des Denkers Johannes Bureus (15681652). Er war der Innovator einer der neuen magischen Arbeitsweise mit den Runen. Er verband die Runen mit Ideen der Kabbala und den magischen Vorstellungen von Paracelsus und Agrippa. Die nächste runische Renaissance vollzog sich in Deutschland und Guido List (18481919) war einer der führenden Denker dieser Ära. Wir studieren auch die Arbeiten von Marby, Kummer, Gorsleben, Spiesberger usw. Aufgrund unseres großen Interesses an den Runen und unserer Ansicht, daß sie eine dynamische und lebende Kraft sind, ist List ein Thema für uns, ebenso wie alle anderen Runenmagier. Aber auch wenn wir uns manchmal auf List beziehen, in der Runosophie von Dragon Rouge spielt er eher eine kleine bis keine Rolle. Es ist wahr, dass wir manchmal Interesse am ArmanenFuthark zeigen, aber meistens arbeiten wir mit der UtharkReihe die auf den Theorien von Sigurd Agrell basiert. Ihr wurdet des Kontakts zu Rechtsextremisten beschuldigt, eine in Deutschland populäre Methode um unbequeme Menschen mundtot zu machen und gesellschaftlich zu ruinieren. Es ist allerdings schon unterhaltsam, wenn man diesen Vorwurf an eine Organisation richtet, de sich intensiv mit der Geheimlehre der jüdischen Tradition beschäftigt. Was sagt Ihr zu solchen Anschuldigungen ? Thomas Karlsson: Menschen und Gruppen durch die Bezichtigung der Kollaboration mit Rechtsextremisten und Neonazis zum Schweigen zu bringen ist auch in Schweden eine sehr populäre Methode. Beinahe jede freidenkerische Gruppe, die sich mit ungewöhnlichen Thematiken auseinandersetzt, riskiert den Vorwurf des Rechtsradikalismus oder des Drogenmissbrauchs. In Schweden sind das die beiden häufigsten Argumente für eine Hexenjagd. Das traurige daran ist, dass diese Anschuldigungen meistens von anderen Magiern oder magischen Gruppen kommen. Es gab schon immer diese bedeutungslosen Anfeindungen zwischen den verschiedenen magischen Organisationen, was genau das ist, was die Kirche und die wahren Hexenjäger natürlich liebend gerne sehen. Ich denke, es ist an der Zeit, dieses kindische Verhalten endlich hinter uns zu lassen und in die Zukunft zugehen um eine wirklich starke praktische und ideologische Kraft zu werden. In Dragon Rouge gibt es sicherlich Rechtsgerichtete, Linksextreme, Konservative, Liberale, Kommunisten, Anarchisten, Ökologen und am allermeisten unpolitische Menschen. Ich denke aber, dass es unter den initiierten Mitgliedern des Ordens eine große Sympathie für ökologische und bioregionalistische Ideen gibt. Apropos Kabbala: Es ist wichtig zu bemerken, dass Dragon Rouge nicht mit traditionellen jüdischen Kabbala arbeitet, welche ein rechtshändiger Pfad ist, dessen Ziel es ist, den Garten von Eden in Verbindung mit Jahve zu erschaffen. Wir arbeiten mit den qliphothischen Kräften, die gegen Jahve und seine Gesetze gerichtet sind. Das heißt aber nun nicht, dass wir etwas gegen das jüdische Volk haben. Zum Beispiel ist der jüdische Psychologe Wilhelm Reich eine unserer Inspirationsquellen und wir haben auch jüdische Mitglieder. Die drakonische Tradition ist holistisch und pantheistisch und gegen den Monotheismus und Dualismus gerichtet. In der Tradition von Nietzsche stehen wir dem Judentum als Religion skeptisch gegenüber, aber noch skeptischer erscheint uns das Christentum und der Islam. Nach dem "Pagan Federation EuroCon" im letzten Sommer in Bielefeld, auf dem Dragon Rouge mit einem Stand vertreten war, wurde auf recht merkwürdige Art und Weise das Gerücht verbreitet, daß ein DR Mitglied einen Homosexuellen getötet haben soll, Die Quelle dieser Anschuldigung ist eine schwedische Heidin namens Lila Wiberg... Thomas Karlsson: In den all den Jahren mit Dragon Rouge hat man uns aller möglichen Dinge bezichtigt. Die von uns verwendeten dunklen Symbole arbeiten als Spiegel für die Seelen ihrer Betrachter. Aufgrund ihrer eigenen Frustration und Disharmonie sehen die Menschen ihre ureigenen Ängste reflektiert in unseren Symbolen. Sollte es kriminelle Mitglieder im Orden geben, so ist das in erster Linie eine Sache zwischen dieser Person und der juristischen Exekutive dem Gericht und der Polizei. Wir sind ein magischer Orden und kein Gerichtshof. Als Orden distanzieren wir uns selbstverständlich von allen kriminellen Taten und wenn ein Mitglied ein Straftat vollzieht, wird es ausgeschlossen. Als Kommentar auf diese lächerlichen Vorwürfe möchte ich erwidern, dass wir Polizisten und Rechtsanwälte unter unseren Mitgliedern haben, ebenso Mitglieder mit unterschiedlichen geschlechtlichen Vorlieben. Die Quelle all dieser Gerüchte ist eine Frau mit einem wirklich üblen Ruf hier in Schweden. Manchmal nennt man sie die "Hexenjäger-Hexe" da sie beinahe jede okkulte Gruppe irgendeiner Sache beschuldigt hat. Ich hoffe, dass eine seriöse Organisation wie die Pagan Federation einen genaueren Blick auf Mitglieder wie sie wirft. Sie ist sicherlich nicht gut für ihr Ansehen. Seit der Gründung der Loge Thaginon steigt die Zahl der deutschen Mitglieder stetig an. Welches Potenzial siehst Du für Dragon Rouge in Christofer Johnsson: Deutschland hält ein großartiges Potential für DR bereit, denn ist ein Land mit starken okkulten Traditionen, aber es gibt auch Gemeinsamkeiten zwischen Skandinavien und Deutschland wenn es um unsere Ursprünge und die vorchristlichen Kulturen geht. Der Geist unserer Leute scheint der gleiche zu sein. Und da unsere Art zu arbeiten sich als sehr erfolgreich in Skandinavien herausgestellt hat, nehmen wir an, dass wir in unserem südlichen Bruderland einen ähnlichen Erfolg erzielen werden. Die Sprache ist auch sehr ähnlich und ich denke, dass unser Material erfolgreicher ins Deutsche als ins Englische übersetzt werden kann, wenn es darum geht, die Originalbedeutung zu erhalten. Was unsere Hoffnung bezüglich Deutschland angeht, so ist es jetzt schon besser als wir optimistisch erwarteten, also kann ich mit dem, was ich eben gesagt habe, nicht komplett falsch liegen. Die deutsche Loge Thagirion ist die erste nicht-skandinavische Loge von Dragon Rouge. Welche weitere europäischen Ländern gilt euer Bestreben? Wo wird die nächste Loge eröffnet? Thomas Karlsson: Ich hoffe, dass die Loge Thagirion den Weg für weitere Logen in Deutschland ebnen wird. Es ist nicht unmöglich, dass die nächste nicht-skandinavische Loge ebenfalls wieder in Deutschland eröffnet wird; nicht zuletzt durch ambitionierte Übersetzungsarbeiten unseres Materials durch die Loge Thagirion. Wir haben Mitglieder in vielen Ländern. In Argentinien haben wir eine Magie-Gruppe. Vielleicht wird sich in einem Jahr daraus eine Loge entwickeln In Rumänien gibt es ein großes Interesse an Dragon Rouge, was interessant ist aufgrund der Vampirtradition und dem Drachenorden, dem "Graf Drakula" angehörte. Griechenland, Italien und die USA sind weitere Länder, in denen vielleicht eine Loge eröffnet wird. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt. Wer die Initiation beginnt, bekommt einen persönlichen Berater zur Seite gestellt, der zumindest den 1° Lilith innehat. Wie sieht die Arbeit zwischen Berater und Novize aus? Was ist die Aufgabe des Beraters? Tobias Tiarnbrö: Der persönliche Berater kann bei der individuellen Entwicklung des Magiers in verschiedener Hinsicht involviert sein. Es ist davon abhängig, wie viel Hilfe der "Schüler" benötigt oder möchte und wie viel Zeit der Berater in das Projekt steckt. Normalerweise ist es nicht so sehr notwendig, dem Schüler den Weg zu zeigen, da der Initiationskurs leicht zu verstehen ist und auf ganz individuellen Erfahrungen und Übungen basiert. Wir Berater können zeigen, wo wir etwas gefunden haben... aber es hängt vom Novizen aber, was er aus der Sache macht. Als Berater hatte ich es bislang nicht mit größeren Schwierigkeiten zu tun, alles lief großartig. Ihr bezieht Euch auf den Linkshändigen Pfad - Vamachara -, in dem die Frau das Tor zum Göttlichen ist. Diese Idee erinnert sehr an das Babalon-Konzept von Crowley, allerdings hat es der OTO nie geschafft, sich vom patriachalen Stigma zu befreien. Auch im Asatru versuchen viele die Rolle der Frau auf ihre Fähigkeit als Seherin zu begrenzen. Seht Ihrunterschiede in den magischen Arbeiten von Männern und Frauen? Thomas Karlsson: Das Konzept der Linken Hand wurzelt im Kollektiven Unbewussten und man kann es als dunkle oder versteckte Seite in beinahe jeder Kultur antreffen. In der biblischen Tradition als die verfluchten Ziegenböcke an der linken Seite Gottes, in der Kabbala als Sitra Ahra und die linken Schwingungen des dunklen Lichtes als Konzept von Sinistra, was sowohl "links" als auch "böse" bedeutet. Im Voodoo findest Du den Linkshändigen Pfad in den PethroRiten, bei den Tolteken nennt man es Nagual und das linksseitige Bewusstsein. Bei den nordischen Völkern war es die verbotene SeidrMagie und im Osten Vamachara. Die linke Seite wird aufgrund der patriarchalen Struktur der Religion und ihrer Lichtseite oft als "andere Seite" definiert, auch die Frau wird sowohl mit der linken als auch mit der dunklen Seite assoziiert. Aber es geht tiefer, denn die Frau ist das Tor zum Unbekannten. Aus ihrem Schoß kommen wir heraus aus dem Unbekannten in diese Welt, und wenn wir sterben, kehren wir natürlich in den Schoß von Mutter Erde zurück und betreten die "andere Seite". Den meisten Menschen bleiben diese Übergänge währendes ihres Lebens verschlossen, aber der Magier schaut hinter ihren Schleier während er lebt und erhält dadurch das Wissen über die andere Seite. In der dunklen Seite und der linkshändigen Magie ist die Frau die zentrale initiierende Kraft, darum spielen Lilith, Kali, Hekate, Freyja und andere dunkle Göttinnen eine Hauptrolle in Dragon Rouge. Der OTO ist eine Organisation des Rechtshändigen Pfades und sie haben eine extrem patriarchale freimaurerische Struktur. Auch wenn Crowley ein Pionier war, so war er doch gefangen in den Vorstellungen der rechtshändigen Strukturen des westlichen 0kkulten. Zurück zur qliphothischen Magie: Kannst Du etwas über die Bedeutung von Sitra Ahra und die Rolle von Lilith und Samael erzählen? Thomas Karlsson: Die Grundlagen der qliphothischen Magie sind verbunden mit der Diskussion um die Rolle der Frau innerhalb der Magie. Qliphoth bedeutet "Hülle" oder "Muschel", aber es ist auch ein herablassender Begriff für das weibliche Geschlecht und bedeutet soviel wie "Hure". Das zeigt, wie patriarchalisch Kabbala, der rechtshändige Pfad und die biblischen Religionen sind. Der perfekte Mensch in der Kabbala ist natürlich ein Mann, keine Frau. Aber in den qliphothischen Mysterien wenden wir uns der unabhängigen Frau Lilith zu und arbeiten gegen Adam Kadmon - dem perfekten Mann, der zur Lichtseite der Sefiroth von Baum des Lebens gehört. Der qliphotische Baum ist haIlan haIzon. Er gehört zu Sitra Ahra - der anderen Seite - was die Linksseite und die weibliche Region im kabbalistischen Dualismus ist. Der qliphothische Baum ist der Baum der Weisheit aus dem Garten von Eden und die Schlange im Baum ist Lilith. Einmal mehr sehen wir, wie die Frau den Magier und die Hexe in die Mysterien der anderen Seite einweiht, Sitra Ahra ist generell die "andere Seite". Es ist die Welt des unbegrenzten Chaos, das Universum außerhalb der Schöpfung Gottes, in Sitra Ahra gibt es AntiPrinzipien zu den Prinzipien der Schöpfung. Diese Anti-Prinzipien sind die Qliphoth. Wenn die Welt erschaffen wird, hat jeder Teil der Schöpfung einen Schatten - die Qliphoth. Um ein Schöpfer zu sein, musst Du Dich von der Schöpfung durch die Kräfte der Qliphoth befreien. Im Moment der Schöpfung gibt es zwei Lichter. Ein weißes Licht und ein schwarzes Licht. Das schwarze Licht ist das Licht von Sitra Ahra und es manifestiert sich im Baum der Erkenntnis. Lilith und Samael sind die Prinzipien von Mann und Frau auf dem Baum der Weisheit. Sie repräsentieren die dualen Prinzipien des Drachens und der Kundalinikraft, die wir als Leviathan und Levathon kennen. Aus ihrer Vereinigung entspringt das Tier und dies symbolisiert die Erleuchtung der Nachtseite und die Schwarze Sonne. Was können wir im Grimoire "Le Dragon Rouge" finden. Welcher Zeit entstammt es? Thomas Karlsson: Im Grimoire "Le Dragon Rouge" stehen einige Siegel dunkler Gottheiten und Invokationen. Es ist eines der ersten Manuskripte in Europa, welches die Lehre der Radiesthesie und des Rutengehens beinhaltet. Eine Lehre, die, laut dem Buch von Enoch, den Menschen durch die gefallenen Engel gelehrt wurde. Man sagt, dass Le Dragon Rouge 1521 gedruckt wurde. Während Deines Aufenthaltes in Deutschland hast Du etliche Kultplätze besichtigt, wie z.B. die Externsteine. Welche Orte der Kraft haben einen ganz besonderen Eindruck bei Dir hinterlassen? Thomas Karlsson: Die Plätze, die ich besuchen konnte, waren erfüllt mit magischen Kräften und es ist schwer zu sagen, welcher Platz bei mir der stärksten Erinnerungen hinterlassen hat. Die Externsteine sind Mein Dank geht an alle Beteiligten sowie an Holger Kliemannel und alle weiteren Mitglieder der Loge Thagirion! |
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