Tunnel workings — Magische Arbeiten für den qliphothischen Pfad

Teil 1 von 11

Zum ersten Mal veröffentlicht der Dragon Rouge Sigille und magische Arbeiten für die qliphothischen Tunnel, die in den vergangenen 13 Jahren im Drachenorden entwickelt wurden. Wir enthüllen die ersten elf Tunnel, die mit Lilith verbunden sind. Die übrigen elf Tunnel der tieferen Ebenen werden nur den Eingeweihte Mitglieder des Dragon Rouge offenbart.

ACHTUNG! Das magische Arbeiten mit den Qlipha generiert oftmals sehr starke Energien und chaotische Effekte. Die Qlipha sind als die Exkremente des Universums bezeichnet worden, oder als die Früchte des Baums des Todes. Sie werden mit Abnormalitäten und chaotischen Kräften in Beziehung gestellt. Die Qlipha können tiefgreifende Erfahrungen von Sexualität, Tod, Lust und Leid, sowie weiterer paradoxer Extreme hervorrufen. Es sollte davon abgesehen werden, mit den Qlipha zu arbeiten, falls man körperlich und/ oder geistig nicht ausgeglichen ist.

Thantifaxath, tunnel 22, zwischen Lilith und Gamaliel.

Dieser Tunnel und sein sephirothisches Gegenstück existierten nicht auf dem ursprünglichen, perfektem Lebensbaum vor dem Niederfall. Dies ist der Weg, der von der Astralebene auf die materielle Ebene herunter führt. Auf dem ursprünglichem Lebensbaum existierten auch Malkuth - Lilith nicht, noch die materielle Ebene. Stattdessen lebte der Mensche in einem astralen Garten Edens, der durch Yesod ausgedrückt wird. Die materielle Ebene wurde erste erschaffen, als Da'ath von seinem ursprünglichen Platz nach unten stürzte.

Da'ath wurden durch diesen Tunnel mit Tiphareth verbunden, als sich der Lebensbaum noch in seinem perfekten Urzustand befand. Nachdem der Mensch von den verbotenen Früchten des Wissens aß, stürzte Da'ath in den Abgrund, was zur Erschaffung von Malkuth - Lilith führte. Die Tarotkarte, die hier als Schlüssel wirken kann, ist die Karte "Welt" (Das Universum). Diese Karte stellt die Geburt der materiellen Ebene dar. Die Frau auf der Karte ist die gefallene Sophia, auch Schekina genannt. Dies ist die kosmische Kraft Shakti, die sich in der Mutter aller Illusionen und der Dualität Maya manifestiert. Sophia - Schekina - Shakti repräsentiert das Wissen Da'aths, welches seinerseits durch die durch Kraft und Tat in die Realität gelangte Vision (Kether - Chokmah - Binah) manifesitiert wird. Dieser Pfad oder Tunnel stellt den Zustand dar, wenn eine Idee auf der materiellen Ebene manifest wird.

Dieser Tunnel (oder Weg) weist auch auf die Geburt hin, wenn das Kind vom Mutterleib getrennt wird. Der mit dieser Ebene korrespondierende Planet Saturn stellt das Prinzip dar, daß die Nabelschnur durchtrennt. Dies ist der letzte Schritt, in dem in den Mythen der Mensch nach seinem Sturz von Gott getrennt wurde. Der Abstieg von der astralen Ebene Yesod zu Malkuth spiegelt die Ausweisung aus dem Garten Edens dar. Erst auf der materiellen Ebene wird Eva fruchtbar und gibt ihrem Kind Geburt. Eva verliert ihre astrale Jungfräulichkeit auf Yesod und wird zur fruchtbaren Mutter auf der materiellen Ebene. Die verstossene Eva, die zur Mutter geworden ist, gehört zur Ebene Malkuth. Sie ist die Frau, die durch ihren Körper einem weiteren Körper durch Geburt zur Gestalt verhilft, folglich verkörpert sie somit das Prinzip von Dualität und Materie.

Der Gegensatz von Malkuth ist Lilith, der dunkle Schatten Evas. Sie ist nicht die Mutter, sondern die Vernichterin der Kinder, eine Repräsentation der Menstruationsphase. Lilith gebärt keine Kinder, sondern verwendet die Kraft ihre Fruchtbarkeit für magische Zwecke. Sie absorbiert die Menstruationskraft und den Samen des Mannes, um beides in den finsteren Abgrund zu leiten. In der Mitte dieses Abgrunds ist Luzifer.

Gewöhnliche Menschen nehmen Lilith als einen Vampir wahr. Für den
dunklen Adepten ist sie jedoch eine Einweihende, die den Adepten auf den Weg der dunklen Erleuchtung führt. Luzifer ist die Verkörperung des Drakon-Prinzips, das göttliche All-Sehende, in dem sich Wille und Realität vereint haben.

Thantifaxath ist der Tunnel, der die Energie von der materiellen Ebene zu den dunklen Astralwelten jenseits der normalen Ebenen der Schöpfung leitet. Thantifaxath führt nicht durch jene Ebenen, die der Schöpfung angehören. Er liegt jenseits des Willen Gottes und ist von Gott ein Schritt weiter entfernt, als es die materielle Ebene bereits ist. Durch Betreten der qliphothischen Tunnel vergrößert der Magier den Sturz. Während die Pfade des Lichtes versuchen, den Menschen zu einem kindesgleichen Zustand in Einheit mit Gott zurückzuführen, führen die qliphothiscen Pfade von Gott weg. Dies ist ein Prozess der Befreiung, in dem der Mensch eine magische Geburt erlebt und den menschlichen Zustand verlässt, um den Zustand eines Gotts zu erreichen. Thantifaxath repräsentiert die ersten Schritte auf dem dunklen, magischen und alchemischen Prozeß, sich selbst Geburt zu geben. Saturn und der hebräische Buchstabe "Tau", der mit Thantifaxath korrespondiert, stellen Tod und Ende dar, sind aber auch die Pforten zur zweiten Geburt. Der Adept betritt die Matrix von Lilith und bereitet sich darauf vor, in die dunklen Welten jenseits der Schöpfung hinein geboren zu werden. Die Matrix von Lilith ist das Reich des Todes und bildet für den gewöhnlichen Menschen das Ende, für den dunklen Adepten ist das Totenreich jedoch die Pforte zur eigenen Geburt und Selbstschöpfung. Thantifaxath korrespondiert mit dem Buchstaben "T", dass die Finsternis symbolisiert, sowie Saturn und "Tau". Das "T"-Zeichen steht mit dem griechischen "Omega" in Verbindung. Beide Schriftzeichen, "T" und "Omega", weisen auf den Wendepunkt der Gebärmutter, die Matrix und die Eileiter hin. In Thantifaxath begegnet der Magier möglicherweise Vampiren und anderen Wesenheiten, die im Zwischenbereich von Leben und Tod existieren. Vampire haben ihre Seele in dem düsteren Astralreich des Todes, auf der Qlipha Gamaliel. Mittels Thantifaxath sind sie auf der materiellen Ebene aktiv. Ihr Leben wird durch Mondstrahlen von Gamaliel erhalten, die die Illusion bewirken, daß sie am Leben sind. Die Legende, daß Vampire nicht in der Sonne überleben können oder in Spiegeln sichtbar gemacht werden können, entspringt der Tatsache, daß sie Illusionen sind. Durch das Trinken von Blut und dem Entziehen der menschlichen Lebenskraft können sie eine illusorische Existenz aufrechterhalten. Ihre Essenz ist in den tiefer liegenden Tunneln verloren gegangen, jedoch überleben sie auf der materiellen Ebene, indem sie von ihren Opfern Kraft und Essenz gewinnen. Der Vampir entzieht auf der erotischen Ebene die nötige Essenz. Der Vampir versucht, sich die Energie einzuverleiben, die der Orgasmus befreit. Der Vampir erscheint für gewöhnlich als ein sexuell attraktiver Mensch. Der Vampir ist nur Persona, lediglich eine äußere Erscheinung in der Gestalt eines Menschen, eine Maske. Der Vampir hält die Persona, oder Maske, am Leben, in dem er anderen Menschen Energie entzieht.

Personen des öffentlichen Lebens und Künstler können unbewußt zu Vampiren werden, die ihre eigene Existenz und ihr inneres Wesen aufgeben, um damit ihrem äußeren Erscheinungsbild Nahrung zu verleihen. Sie verzehren die von außen kommende Bestätigung ihrer Person, sowie die Energie ihrer Umwelt. Sie müssen ständig mehr Kraft aufsaugen, um eine wachsende, innere Leere zu befriedigen.

Dunkle Adepten können dagegen den Vampirismus als eine Art der Alchemie nutzen. Der Vampir, ebenso wie auch der Alchemist, ist jemand, der die Unsterblichkeit erlangt hat. Der Adept verwendet die erotischen Visionen in Thantifaxath und den anderen qliphothischen Verbindungswegen, um seine Energie in die dunklen Sphären zu leiten. Die sexuelle Energie wird vom Instinkt der Vermehrung weg und zum Prozeß der Selbstvergöttlichung hin gesteuert. Der Vampirismus von Lilith ist für den Adepten eine Einweihung sexueller Energie, in dem die Energie vom Fortpflanzungsinstinkt weg zur drakonischen Klarsicht hin geführt wird.

Eva verkörpert die biologische Mutterschaft und Sex zwecks Fortpflanzung. Lilith verkörpert eine Art unfruchtbarer Sexualität, zwecks Selbstvergöttlichung und Lust. Sie ist die Mutter der Dämonen, anstatt der physischen Kinder, und sie macht von ihrer erotischen Kraft als Mittel gebrauch, um magische Zwecke zu erfüllen.

Tunnel Arbeit - Thantifaxath

Visualisierung

Diese Visualisierung kann durch auswendig lernen alleine ausgeübt werden, oder in Zusammenarbeit mit einem anderen Magier, der einen durch den Verlauf der Visualisierung führt.

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Du stehst am Fuß eines grünen Berges, der von der heissen Nachmittagssonne erhellt wird. Auf dem Berg sind Bauernhöfe und Du kannst in einiger Entfernung Tiere und Menschen erkennen. Die Bergkuppe ist mit Schnee bedeckt. Du kannst die Spitze nicht sehen, da sie oberhalb der Wolken liegt. Du gehst einen Weg entlang, der sich zur Nordseite des Berges hin windet. Die Nordseite wird nicht von den Sonnenstrahlen erreicht, ihre Landschaft kannst Du noch nicht ausmachen (Du befindest Dich immer noch auf der Südseite).

Nachdem Du einige Zeit lang dem Weg gefolgt bist, fängst Du an, etwas von der schattenbedeckten Nordseite des Berges vor Dir sehen zu können. Die Landschaft ist steiler und anstrengender zu begehen und von Rissen und Schluchten durchzogen. Die Steine und Felsen sind spitz und zackig. Du kannst hier keine Menschen erkennen. Die Landschaft ist karg und öde und von Büschen mit spitzen Dornen überwuchert. Der Pfad nimmt eine Wendung und Du wanderst in die Schatten auf der Nordseite des Berges hinein. Die Sonne verschwindet hinter dem Berg und der Weg wird kühler. Eine kleine Schlange kriecht schnell über Weg vor Dir und verschwindet in einem Loch im Berghang. Die Schlange und das Loch wecken Deine Neugier und Du entschließt Dich, in das Loch hinein zu blicken. Die Schlange ist verschwunden. Das Loch erregt Dein Interesse weiter und es scheint, als ob es tief in den Berg hinein führt. Du glaubst, ein schwaches, rotes Licht aus dem Berginneren ausmachen zu können. Ein aromatischer Duft steigt in Deine Nase, der Dich an orientale Weihräucher und den Geruch von Blut erinnert. Plötzlich bricht die Schlange aus dem Loch hervor und beisst Dich, nur um sturmartig wieder im Loch zu verschwinden. Auf Deiner Hand kannst Du ihre Bissspuren erkennen und Du erlebst, wie stechender, intensiver Schmerz und Schwindel sich in Deinem Körper ausbreiten. Der Schmerz ist kalt wie Stahl, mit der Zeit überkommt Dich ein euphorisches Gefühl der Erregung. Du fällst vor dem Loch auf den Boden und blickst mit betäubtem Körper in die Öffnung im Berg hinein.

Aus dem Loch dringt ein pulsierendes, rotes Licht, das stets zunehmend intensiv leuchtet. Das rote Licht pulsiert zu Dir hinaus und beschreibt dabei konzentrische Kreise. Du erlebst, wie Du in das sich scheinbar vergrößernde Loch hineingezogen wirst. Aus der Öffnung ist ein Tunnel geworden, dessen Ende du nicht erspähen kannst. Du schwebst in den Tunnel herein. Seine Wände sind schwarz, von ihnen pulsiert ein intensives, rotes Licht. Der Tunnel ist beinahe rund, jedoch ragen von oben und unten Stalagmiten und Stalagtiten in ihn hinein. Es sieht aus, als ob sie die Zähne eines Schlunds sind, von denen Spucke tropft. Die Wände glitzern, als ob sich Metalle oder Kristalle in ihnen befinden würden. Ein durchdringender, zäher, aromatischer Geruch entströmt den Tunnelwänden. Dir ist nicht mehr klar, wo oben und unten ist und Du fällst einen scheinbar bodenlosen Abgrund herunter.

Vor Dir im Tunnel kannst Du bald die Umrisse eines weiblichen Körpers ausmachen. Weiter vor Dir kannst Du nun eine nackte Frau mit langem, schwarzem Haar erkennen. Sie kommt näher, während die Wände rot pulsieren. Sie tanzt einen exstatischen, erotischen Tanz. Du kannst sie jetzt klar erkennen. Sie bewegt ihre Lippen, als ob sie lachen oder schreien würde. Sie hält zwei blutige Halbmonde und ihr Körper ist blutverschmiert. Ihre Augen starren, da sie jedoch vollkommen schwarz sind, weisst Du nicht, was sie anschaut. Hinter ihr ist das Ende des Tunnels. Du erblickst das Ende zunächst als einen kleinen, hellen Punkt. Nach kurzer Zeit wird daraus ein flammenfarbiger Kreis, der sich Dir nähert. Bald bemerkst Du, daß es ein voller Mond ist, der sich hinter der Frau empor hebt. Durch lichtleeren, schwarzen Raum stürzt Du in Richtung des Vollmonds. Du spürst, daß die Frau und der Mond zueinander in Verbindung stehen. Vom Mond tropft dasselbe Blut, dass die Frau auf ihrem Körper trägt. Das Blut ist scheinbar auch dasselbe pulsierende, rote Licht, daß Du im Tunnel gesehen hast. Fallend schwebst Du zum Mond hernieder, bis Du von seinen Landschaften verschlungen wirst.

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